Praxis für Naturheilverfahren
Ernährungs- und  Umweltmedizin
Martina Drechsler, Heilpraktikerin

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Praxis für Naturheilverfahren
Ernährungs- und  Umweltmedizin
Martina Drechsler, Heilpraktikerin
Oberursel

Symbolbild Magen-Darm-Trakt

Darmgesundheit

Ein gesunder Darm ist von essenzieller Bedeutung für einen gesunden Körper, da er unsere größte Kontaktfläche zur Außenwelt darstellt. Das Darmlumen (Lumen = innerer Raum eines Hohlorgans) liegt nämlich – auch wenn es zunächst unglaublich erscheint –  außerhalb des Körpers, und die Darmschleimhaut macht den größten Teil unserer Körperoberfläche aus. Dem Darm kommt so eine große Bedeutung zu, weil er entscheidet, was durch die Darmschleimhaut in den Körper aufgenommen wird und was nicht – zumindest ist das seine Aufgabe, die er aber nur erfüllen kann, wenn er gesund und intakt ist. Neben der Verwertung von Nahrung ist er aber auch unser wichtigstes Immunorgan, denn er beheimatet 80% unseres Immunsystems.

Ein geschädigter Darm kann eine Vielzahl von Beschwerden verursachen, wie z.B.

  • Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Reizdarmsyndrom, Leaky-gut,…
  • unbeabsichtigte Gewichtsänderungen in beide Richtungen
  • Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Infektanfälligkeit
  • Verhaltensveränderungen bis hin zu -auffälligkeiten
  • Energiemangel, chronische Müdigkeit, Burnout, Depression
  • chronische Entzündungen
  • Schlafstörungen
  • Hautprobleme wie Hautunreinheit, Akne und Neurodermitis
  • Allergien und Autoimmunerkrankungen (Hashimoto, Rheuma, MS,…)
  • Herz-/Kreislauf-Erkrankungen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen

Mit meinen Patienten begebe ich mich auf eine umfangreiche Ursachensuche und nutze dafür u.a.:

  • ausführliches Anamnesegespräch mit körperlicher Untersuchung
  • Laboruntersuchungen aus Blut und/oder Stuhl
  • Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Die Therapie findet dann je nach Befund in verschiedenen Bereichen statt:

  • Unterstützung der richtigen Besaftung (Magensäure, pH-Wert, Verdauungsenzyme,…) durch Unterstützung der beteiligten Verdauungsorgane Leber, Galle, Pankreas.
  • Darmschleimhauttherapie („Reparatur“) im Falle von Entzündung oder Leaky-gut (sehr häufige Ursache für vielerlei Beschwerden, besonders Reizdarm)
  • Symbioselenkung im Falle einer Dysbiose, d.h. einer Fehlbesiedelung des Darms mit unerwünschten Keimen
  • Ernährungstherapie: Damit die erzielten Erfolge auch langfristig erhalten bleiben, spielt die richtige Ernährung eine ganz entscheidende Rolle. Das Ernährungsprogramm von gesund + aktiv hat sich hier sehr bewährt, weil es Genetik und Epigenetik und damit die Individuelle Stoffwechselleistung berücksichtigt. Hierauf gehe ich auf meiner Seite zu gesund + aktiv näher ein.

Wie funktioniert die Verdauung eigentlich?

Aufbau und Funktion des Verdauungstraktes:
Der Verdauungstrakt beginnt bereits beim Mund. Es folgen Speiseröhre, Magen, Zwölf-Finger-Darm als erster Teil des Dünndarms, der restliche Dünndarm, Dickdarm, Enddarm und Anus.

Die Aufgaben des Verdauungstraktes sind:

  • Nahrung verdauen, d.h. enthaltene Nährstoffe so aufspalten, dass sie für den Körper verfügbar werden – denn die Zelle isst keine Currywurst!
  • Dinge (Nährstoffe) in den Körper aufnehmen, die der Körper braucht.
  • Dinge im Darm zurückhalten, die nicht in den Körper aufgenommen werden sollen wie z.B. (Krankheits-)Erreger, unverdauliche Nahrungsbestandteile und Schadstoffe.
  • Dinge in den Darm hinein abgeben, die der Körper loswerden will.

Damit diese Aufgaben richtig ausgeführt werden können, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Der Nahrungsbrei muss gründlich gekaut werden. Die Verdauung beginnt bereits im Mund mit dem gründlichen Kauen. Hier wird die Nahrung nicht nur zerkleinert, sondern durch ein Enzym im Speichel (Amylase) wird bereits die Aufspaltung von Kohlenhydraten in Zucker begonnen. Damit das Enzym wirken kann, muss der Nahrungsbrei aber gut zerkleinert sein, um dem Enzym eine möglichst große Angriffsfläche zu bieten. Darum sollte jeder Bissen ca. 30 mal gut gekaut werden, bevor er heruntergeschluckt wird.
  2. Die Besaftung muss stimmen. Der Speichel enthält bereits die ersten Kohlenhydrat-spaltenden Enzyme (Amylase, s.o.). Im Magen wird durch Salzsäure der Nahrungsbrei desinfiziert und durch weitere Enzyme (u.a. Pepsin) werden die Eiweiße in kleinere Bestandteile aufgespalten und für die weitere Verdauung im Darm vorbereitet. Direkt auf den Magen folgt der Zwölffingerdarm. In diesem Darmabschnitt kommen Enzyme aus Leber/Gallenblase und Pankreas (Bauchspeicheldrüse) hinzu, die dann die weitere Zerlegung und Verarbeitung der Kohlenhydrate in Zucker, Eiweiße in Aminosäuren und Fette in Fettsäuren übernehmen. Im restlichen Dünndarm werden Zucker, Aminosäuren und Fettsäuren in den Körper aufgenommen und über das Blut in den Körper verteilt, um dort als Energie- oder Baustofflieferant zur Verfügung zu stehen. Wenn hier organische Schwächen in Magen, Leber, Galle und Pankreas vorliegen, kann die Verdauung nicht richtig funktionieren, weil die Nahrungsbestandteile dann nicht richtig aufgespalten werden können. Aber auch der richtige pH-Wert ist entscheidend für eine gute Verdauung, da die Verdauungsenzyme je nach Arbeitsstelle einen spezifischen pH-Wert brauchen um überhaupt wirken zu können: Magen, sehr sauer, Dünndarm, eher neutral bis leicht basisch, Dickdarm wieder leicht sauer. Das erklärt dann auch, warum der gut gemeinte „Magenschutz“, der in Form von Säureblockern gerne von der Schulmedizin begleitend zu anderen Medikamenten oder bei Sodbrennen verordnet wird, regelmäßig zu Nähr- und Vitalstoffmängeln führt – einfach, weil die vorhandenen Enzyme nicht mehr wirken und die im Nahrungsbrei enthaltenen Stoffe nicht richtig verarbeiten können. Wenn bis hierhin alles nach Plan verlaufen ist, sollte im Dickdarm dem Speisebrei nur noch Flüssigkeit entzogen werden.
  3. Der Darm muss gesund und intakt sein. Dafür muss zum einen die Darmwand heil und gesund sein, es muss aber auch die Lebensgemeinschaft mit unseren unzähligen kleinen Mitbewohnern (Mikrobiota oder umgangssprachlich Darmflora) stimmen.

Was macht einen gesunden und intakten Darm aus?

Der Darm ist ein mehrschichtiger Schlauch mit einer Muskelschicht im äußeren Bereich und einer Schleimhautschicht nach innen zum Darmlumen hin (also eigentlich zur Körperoberfläche hin, s.o.). Diese Schleimhautschicht regelt mit einer aufliegenden Schleimschicht zusammen die Aufnahme von Stoffen in den Körper, bildet aber auch eine wirksame Barriere gegen das Eindringen unerwünschter Substanzen. Dabei ist die Schleimhautschicht nur eine Zelle dick, so wie ein Mauerwerk, das nur aus einer Schicht Ziegeln besteht. Bei der Mauer werden die Ziegel vom Mörtel zusammen gehalten. So etwas gibt es bei den Darmzellen auch: Die tight-junctions sind Proteinstrukturen, die die Zellen miteinander verbinden und so das Darmlumen gegenüber dem Körperinneren abdichten. Wenn Schleimschicht und tight junctions nun beschädigt werden und nicht mehr richtig funktionieren, kommt es zum so genannten Leaky-gut (dt. löchriger Darm). Es entstehen kleine Schlupflöcher zwischen den Zellen der Darmschleimhaut, durch die Erreger, Toxine (Giftstoffe) oder Nahrungsbestandteile in den Körper eindringen können, die ggf. noch nicht weit genug zerlegt worden sind oder überhaupt nicht aufgenommen werden dürften. In jedem Fall werden sie vom Immunsystem als fremd und somit schädlich erkannt und mit einer Entzündungsreaktion bekämpft. Das kann lokal passieren und zu den erwähnten Verdauungsbeschwerden führen. Es kann aber auch an anderen Stellen geschehen, da die „Eindringlinge“ über Blut und Lymphe im restlichen Körper verteilt werden. In diesem Fall entstehen systemische Beschwerden, die sich oft nicht mehr einem Darmgeschehen zuordnen lassen. Einen ebenso wichtigen Anteil an unserer Darmgesundheit haben die bereits erwähnten unzähligen kleinen Mitbewohner – unsere erwünschten Darmbakterien. Sie ernähren sich von den unverdaulichen Bestandteilen in unserer Nahrung (Ballaststoffe) und helfen uns im Gegenzug, denn ihre Ausscheidungsprodukte sind für uns wichtig. Jeweils unterschiedliche Bakterienstämme produzieren

  • Milchsäure und sorgen so für das richtige Milieu, in dem sich die erwünschten Darmbakterien wohlfühlen und vermehren können
  • kurzkettige Fettsäuren (speziell Butyrat, dt. Buttersäure), die die Zellen der Darmschleimhaut ernähren und für die Aufrechterhaltung der tight junctions sorgen
  • die Schleimschicht, die als mechanische und chemische Barriere Krankheitserreger von uns fern hält
  • Vitamine der B-Reihe und Vitamin K
  • Substanzen, die immunmodulierend wirken, d.h. sie sorgen für eine Veränderung des Verhaltens des Immunsystems im Sinne einer Harmonisierung

Dieser Sachverhalt macht deutlich, warum eine ballaststoffreiche Ernährung so wichtig ist: sie ernährt unsere erwünschten Darmkeime, damit die sich für unsere Gesundheit so richtig ins Zeug legen können. Neben einer ausreichenden Anzahl erwünschter Bakterien brauchen wir aber auch die richtige Mischung verschiedener Bakterienstämme im Darm. Denn ihren Aufgaben können sie umso besser gerecht werden, wenn sie in großer Diversität (Artenvielfalt) auftreten. Dabei ist allerdings nicht nur die Anzahl verschiedener Bakterien-Stämme wichtig, sondern auch, ob sie uns und unserem Ökosystem zuträglich (erwünschte Keime) oder schädlich sind und uns krank machen (unerwünschte Keime). Unerwünschte Keime tragen nicht zu unserer Gesundheit bei. Sie produzieren z.B. Fäulnisgase, was sich in Blähungen äußert, oder schädigen die Barrierefunktion des Darms bis hin zu einer Entzündung der Darmschleimhaut. Sie können durch ihre Stoffwechselendprodukte den pH-Wert so verändern, dass sich die gewünschten Keime nicht mehr wohlfühlen, oder überhaupt leben und vermehren können. Es kommt zu einem Ungleichgewicht (Dysbiose) mit mannigfaltigen Folgen – s.o..

Die Ursache für ein derartig gestörtes Gleichgewicht unserer Darmflora liegt häufig im Verzehr ungeeigneter Kost, vermehrtem Stress und der Einnahme bestimmter Medikamente. Allen voran sind hier die Antibiotika zu nennen. Aber auch so alltägliche Nahrungsbestandteile wie Weizen und Kuhmilch haben einen sehr schädigenden Einfluss auf die Unversehrtheit und Funktionstüchtigkeit unseres Darms und damit unsere Gesundheit insgesamt.

Eine Ernährungsumstellung kann hier erstaunliches bewirken, wenn nur noch die Nahrungsmittel verzehrt werden, die optimal zum Stoffwechsel passen und durch ausreichende Ballaststoffzufuhr das Mikrobiom ernährt und gepflegt wird. Mehr hierzu finden Sie auf meiner Seite zu gesund + aktiv.

Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir, um einen Termin zu vereinbaren – bei Bedarf für ein kostenloses Informationsgespräch.

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